

Das zweite Waldbild zeigt einen aufgelichteten Kiefernbestand, in dem Douglasien und Buchen mit Verbissschutz unterpflanzt worden sind. Hier werden laut Thomas Weber Ziele des Waldumbaus auch unter wirtschaftlichen Aspekten umgesetzt. Der Wald ist wesentlich lichter und gibt somit den jungen Bäumen Raum zum Wachsen. Die Douglasie wurde als fremdländische schnellwüchsige Art hier eingebracht, um in ca. 60 Jahren auch wirtschaftlich mit Erträgen rechnen zu können. Über die Zeit soll sich hier jedoch ein klimastabiler Buchenwald entwickeln. Dazu werden die Kiefern, die jetzt den Schirm bilden, sukzessive entfernt. Ob die Rechnung aufgeht, kann heute Niemand sagen. Aber es ist eine Variante, um auf die klimabedingten Veränderungen mit höheren Temperaturen, stärkerer Verdunstung und veränderten Wasserhaushalt zu reagieren.
Das dritte Waldbild zeigt einen umzäunten Bereich, in dem das Schalenwild keine Gelegenheit hatte, die jungen Bäume aus Naturverjüngung oder Pflanzung zu verbeißen. An dieser Stelle ist der Wald dicht aufgwachsen. Waldwirtschaftlich steht hier nun die Aufgabe, den Bestand so auszulichten, dass ein gemischter arten- und strukturreicher Wald aufwachsen kann, der neben der Schutz- und Erholungsfunktion auch Erträge für den Forstbetrieb bringt. 
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